Wie wird ein Gedicht lebendig? Und was hat Lyrik mit der eigenen Lebenswelt zu tun? Diesen Fragen gingen Schülerinnen und Schüler der Oberstufe bei einer Deutschexkursion zum Hölderlinturm nach Tübingen auf besondere Weise nach.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand das Leben und Werk des Dichters Friedrich Hölderlin. Bei einem Rundgang durch das Museum erhielten die Jugendlichen spannende Einblicke in sein bewegtes Leben und seine literarische Bedeutung. Dabei begegneten sie seinen Gedichten nicht nur als literarischen Texten, sondern als Ausdruck von Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen.
Im anschließenden Workshop zur Reiselyrik wurde die Verbindung zwischen Dichtung und persönlichem Erleben weiter vertieft. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich kreativ mit Gedichten auseinander, entdeckten neue Zugänge zur Sprache und wurden schließlich selbst zu Dichterinnen und Dichtern: Sie verfassten eigene Gedichte und konnten so unmittelbar erfahren, wie aus Eindrücken, Beobachtungen und Gedanken Lyrik entsteht.
Die Exkursion machte deutlich: Gedichte müssen nicht nur gelesen und analysiert werden, man kann sie erleben, gestalten und selbst zum Leben erwecken. Ein inspirierender Ausflug, der Literatur aus dem Klassenzimmer hinaus in die besondere Atmosphäre des Hölderlinturms holte.
M. Heusel und A. Neth







