Gymnasium Neckartenzlingen

Gymnasium Neckartenzlingen

Besuch in der Außenstelle des Bundesarchivs in Ludwigsburg

Am Mittwoch, 9. Januar 2019 sind wir, der 2stündige Geschichtskurs, mit Frau Lorenz nach Ludwigsburg zur Außenstelle des Bundesarchivs gefahren. Dort hat uns ein abwechslungsreiches Programm erwartet. Nach einer freundlichen Begrüßung wurde uns das Archiv vorgestellt.

Seit dem Jahr 2000 gibt es die Abteilung des Bundesarchivs in Ludwigsburg, diese stellt dort Unterlagen der "Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen" zur Nutzung bereit. Wir haben einiges über deren spezielle Arbeit erfahren, wie z.B.

  • das Sichten und Sortieren wichtiger Dokumente
  • den Umgang mit den NS-Verbrechen und
  • die juristische Aufarbeitung der Verbrechen

Das in Ludwigsburg verwahrte Archivgut bietet einen fast vollständigen Überblick über die NS-Verfahren in Deutschland seit 1958. Neben ihrer geschichtlichen Bedeutung sind die Unterlagen auch ein aussagekräftiger Quellenbestand für die historische Erforschung der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik sowie einzelner Verbrechen. Sammlungen von amtlichem Schriftgut aus der NS-Zeit sowie Anklage- und Urteilsschriften und darüber hinaus Hunderttausende Aussageprotokolle von Beschuldigten, Zeugen und Opfern bieten der Forschung vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.

Wir haben uns anhand des Ermittlungs- und Gerichtsverfahrens zu Wilhelm Boger in einer Gruppenarbeit sehr detailliert mit den verschiedenen Zeugenaussagen beschäftigt und sind zu einem Urteil gekommen.

Wilhelm Boger war ein besonders gefühlloser und gewalttätiger Unteroffizier der SS. Er entwickelte ein brutales Folterinstrument um Häftlinge zum Reden zu bringen: die nach ihm benannte Boger-Schaukel.

Der Besuch in Ludwigsburg war ein eindrückliches Erlebnis, das die im Unterricht behandelten Inhalte des Nationalsozialismus in der Praxis erlebbar gemacht hat. Wir haben diesen spannenden und lehrreichen Tag als Bereicherung gesehen.

Nach oben