Gymnasium Neckartenzlingen

Gymnasium Neckartenzlingen

Abikonzert der Superlative

Schon seit einigen Jahren stellt sich jeder jeder Abi-Jahrgang der Neckartenzlinger Tradition der Abikonzerte. Zwischen den Prüfungen und den Abschlussevents wie Verabschiedung, Abischerz und anderem ein Konzert selbst zu organisieren und mit eigenen Beiträgen zu füllen stellt schon eine besondere Herausforderung dar. Wenn das dann zu solch einem grandiosen Event wird, wie es die Besucher in der bis zum allerletzten Platz voll besetzten Aula erlebten, ist das dann allerdings eine tiefgehende und bleibende Erinnerung für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für die Lehrkräfte und Eltern der Abiturienten, die dann ihre (bisherigen) Schützlinge gelegentlich in bisher ungeahnten Talentrollen wiederfinden.

Perfekt inszeniert, professionell moderiert von Leah Berenguel und Florian Matuschowitz sowie bis ins Detail durchorganisiert und darüber hinaus festlich dekoriert präsentierte sich der gesamte Abend. Eröffnet vom Stufenorchester mit Chariots Of Fire entstand von Anfang an eine aufregend interessante Konzertatmosphäre mit einem bestens gelaunten Publikum.

Die drei Musikkurse ließen es sich nicht nehmen mit gelungenen Gruppenarrangements für die gesamte Klasse aufzuwarten und sich in den Reigen von Einzel- und Gruppendarbietungen besonders herausragen begabter Jugendlicher zu stellen.

So gab es einigen perfekt schönen und ausdrucksstarken Gesang zu hören, sei es mit May It Be von den Jg2-Mitgliedern des Schulchores, der 7-köpfigen Girlsgroup mit Mash-Up, oder dem Beitrag des 4-stündigen Musikkurses mit Forget You. Große Begeisterung löste der Samba-Song der Schulband I Will Survive aus, der nicht nur von dem sorgfältig intonierten Gesang lebte, sondern durch Bläser, Schlagzeug und Gitarre die gesamte Aula mit einem kraftvollen Drive erfüllte. Sehr charmant und auflockernd wirkten sowohl die Tanzeinlage Just Dance, als auch der wahrscheinlich aus früheren Jahren des Musikunterrichts bekannte Cup-Song. Eine besonders schöne Erinnerung an früheren Musikunterricht stellte der Chor der Monochorde dar, der filigran die leichtschwingende Titel-Melodie des Filmes Forrest Gump in einem feinen Arrangement aufleben ließ.

Neben zwei ganz unterschiedlichen Duos, mal bluesig-rockig mit E-Gitarre und Klavier (Luca Schweizer und Florian Matuschowitz) oder in zartem Pop des Songs Stairway To Heaven mit Geige und Gitarre (Laetitia Handte und Lena Völkle) gehörten zwei große Solonummern mit zu den Höhepunkten des Abends: zum einen die ausgewachsene Comedy-Nummer von Florian Matuschowitz, spaßig, witzig und in diversen stilecht imitierten Dialekten, vor ällem natürlich schwäbisch, und das beeindruckende Gedicht von Luca Schweizer "Leben geben - Leben leben", welches nicht nur in feiner und ausdrucksvoller Poesie dargeboten war, sonder auch inhaltlich sehr emotional und ausdrucksstark das Leben des jungen Menschen von verschiedenen Seiten beleuchtete.

Die Pause mit Selbstgebackenem und kühlen Getränken rundeten das Erlebnis an dem heißen Sommerabend für alle Gäste und Mitwirkende in stimmungsvoller Weise ab. Der abschließende fulminante Jahrgangsstufenchor mit Breaking Free ließ vermuten: aus diesem Jahrgang kann etwas Großes werden.


Sommerkonzert 2017

Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel lud das Gymnasium Neckartenzlingen auch in diesem Jahr zu einer musikalischen Begrüßung des Sommers. Am Abend des 31. Mai erfüllten schwungvolle, dramatische, sanfte, laute und leise Töne die große Aula. Ergänzt wurden diese Klänge durch das Klatschen und Mitsingen des begeisterten Publikums. Und zu bejubeln gab es einiges.

Den Auftakt machte der Unterstufenchor unter der Leitung von Dorothea Risse mit dem schwungvollen 3-stimmigen Kanon "Every Time You Need a Calypso". Die jungen Sänger und Sängerinnen erfreuten das Publikum zudem mit den beiden zweistimmigen Arrangements "Sieh auf deinen Weg" sowie "Papierflieger" aus dem Film "Die Kinder des M. Mathieu", jeweils begleitet von Melanie Brenner am Klavier.

Es folgte das Unterstufenbläserensemble, angeleitet von Joachim Kromer und begeisterte mit "The Lion sleeps tonight" und Michael Jacksons "Man in the Mirror".

Etwas ruhiger wurde es mit dem Mittel- und Oberstufenchor unter der Leitung und Begleitung von Melanie Brenner, der mit zwei Stücken, die jeweils dreistimmig für Chor und Klavierbegleitung arrangiert wurden, das Publikum bezauberten. Der Chor präsentierte sowohl "Run", bekannt durch Leona Lewis und "May it be" von der Sängerin Enya, welches das zahlreiche Publikum in die Welt von "Herr der Ringe" entführte.

Dem Wetter entsprechend wurde es mit der Band, auch unter der Leitung von Joachim Kromer, sehr heiter und sonnig, denn an "YMCA", "Stayin' alive", "I'm so excited" und "I will survive" hatten nicht nur sichtlich die Künstler auf der Bühne große Freude, sondern auch das tolle Publikum, was sich sowohl zum Mitklatschen als auch zum Mitsingen animieren ließ.

Das Orchester unter der Leitung von Thomas Löw zeigte wieder einmal, wie vielfältig "klassische" Musik sein kann. Mit "Over the Horizon 2015", der Samsung-Erkennungs-Melodie und "Heart of Courage" von Two Steps from Hell, dem Stück, das bei der Fußball-Europameisterschaft 2012 und bei einigen Spielen der Champions League als Einlaufmusik gespielt wurde und wird, bewiesen sie, dass das Musizieren im Orchester nicht "von gestern" ist. Beide Stücke wurden in der Transkription von Thomas Löw aufgeführt.

Mit dem "Salute to the Cinema", arrangiert von Carl Strommen, ging abschließend ein äußerst lebhafter und bei den heißen Temperaturen erfrischender Gruß des Orchesters an das Kino der Vergangenheit, bei dem unter anderem im Regen gesungen und über den Regenbogen spaziert wurde.

Vielen Dank an alle Mitwirkenden und das tolle Publikum! Der Sommer kann kommen - und das nächste Konzert der Ensembles des Gymnasiums Neckartenzlingen auch!


Herzlich willkommen am Gymnasium Neckartenzlingen!

14. September 2016, 15 Uhr, in der Aula tummeln sich viele große Schüler, kleine Schüler, Eltern und Lehrer. Auch in diesem Jahr wurde den neuen Fünftklässlern ein herzliches Hallo entgegengebracht. Die Klasse 6c empfing ihre Nachfolger als Jüngste mit einem schwungvollen Musikstück und Frau Teufel-Krischke begrüßte Eltern und Schüler in der Schulgemeinschaft des Gymnasiums. Während es für die Eltern noch zahlreiche Informationen rund um den Schulalltag, Tipps zur Eingewöhnung und Organisation gab, erkundeten die neuen Fünftklässler zusammen mit ihren Klassenlehrerinnen die Klassenzimmer. Es galt an diesem Nachmittag die zukünftigen Mitschüler und den Stundenplan kennen zu lernen sowie von den Paten aus der Klassenstufe 9 willkommen geheißen zu werden.

Abgerundet wurde die Einschulung wie in jedem Jahr von Kaffee und Kuchen in der Mensa zum Kennenlernen und Ankommen.

Wir wünschen allen neuen Schülern einen guten Start und bedanken uns bei allen, die die diesjährige Einschulung tatkräftig unterstützt haben.


Schulkonzert am 15. Juni 2016

Sehen Sie hier in einigen Bildern und hören Sie anhand einiger Ausschnitte, was die Musik-Arbeitsgemeinschaften des Gymnasiums Neckartenzlingen im diesjährigen Schulkonzert auf die Bühne brachten. Alle musizierten mit viel Freude, Ausdruck und großem Engagement. Auf dem letzten Bild kann man das an den strahlenden Gesichter der Musiklehrkräfte sehen!

Den Start machte das engagiert musizierende Bläserensemble der Unterstufe unter der Leitung von Joachim Kromer. Schöne Soli und ein bemerkenswert kompakter Sound waren das Markenzeichen dieser Aufführung.

Hören Sie hier einen kurzen Ausschnitt aus dem Konzert!

 

Die Band brachte mit ihren raffinierten Rhythmen ihrem sicheren Auftreten das Publikum zu begeistertem Klatschen! Hörprobe 1  Hörprobe 2

 

Dieser Chor hat einfach schönen Sound! Die einfühlsame Klavierbegleitung der Chorleiterin Melanie machte die Chorsongs zur perfekten Performance. Hörprobe 1 Hörprobe 2

 

Im Orchester gab es viel zu tun. Die Abstimmung aller Beteiligten gelang unter der Leitung von Thomas Löw dennoch sehr gut, so dass vier klangvolle Stücke zur Aufführung kamen. Die fünfte Nummer, ein James Bond-Medley, wurde gemeinsam mit der Band und den Orchesterbläsern gespielt, bei „Skyfall" durften dann aber die satten Streicherklänge doch nicht fehlen! Hörprobe 1 Hörprobe 2 Hörprobe 3

 

Die Musiklehrkräfte strahlten zu Recht!


Fulminantes Konzert des Abi-Jahrganges

Bereits einer mehrjährigen Tradition folgend gab es kürzlich am Gymnasium Neckartenzlingen das Konzert der Abi-Jahrgangsstufe. Zahlreiche Abiturientinnen und Abiturienten präsentierten sich mit musikalischen und tänzerischen Fertigkeiten auf der Bühne in der Aula des Schulzentrums.

Alles war, versteht sich, von den Schülerinnen und Schülern selbst organisiert. Vom perfekten Outfit der jungen Damen und Herren bis zum leckeren Pausensnack war alles perfekt organisiert und die Aula zeigte sich ganz nach dem Abi-Motto "Abi heute - Captain Morgen" ansprechend dekoriert.

Wenn schon nicht alle Beiträge hier einzeln beschrieben werden, soll doch ein Eindruck der Vielfältigkeit vermittelt werden: Tamara Look, Lara Kiefner, Anissa Ferdi, Judith Heinz und Kim Bastiaanse und Fiona Beitel standen als Vokalsolisten allein oder im Duo auf der Bühne sorgten allesamt für berührende Emotionalität. Corinna Schickhardt, Philomena Schmid, Lea Martin, Anna Gröner, Tobias Bidlingmaier, Katharina Zipp und Johanna Burk brillierten als Instrumentalsolisten mit Gitarre, Klarinette, Akkordeon, Violine, Saxophon oder Klavier und wurden dabei von Mitschülerinnen begleitet (Johanna Nonnenmann, Svenja Hermann, Lea Martin, Corinna Schickhardt und Judith Heinz).

Alle drei 2-stündigen Musikkurse traten mit einer kurseigenen Nummer auf die Bühne, wobei natürlich das Monochord nicht fehlen durfte neben originell choreografiertem Chorgesang oder einer Funky-Dance-Nummer.

Für originelle Auflockerung im Verlauf des Abends sorgte sicher die Tanzeinlage der Mädchen mit integriertem Herrenballet im Tütü oder der lustigen Präsentation von "Trecking Ball" auf der bewährten Blockflöte.

Höhepunkt war jedoch sicher das Stufenorchester mit über 20 Mitspielern, welches unter der Leitung von Katharina Zipp gut geprobte Auszüge aus "Pirates of the caribbean" aufführte. Katharina hatte die Noten dafür selbst arrangiert und auf die besondere Besetzung klangvoll abgestimmt.

Zum Schluss trat der von Tamara Look einstudierte und von Alexander Uhl am Klavier begleitete Chor der kompletten Jahrgangsstufe mit dem Song "7 Years" auf die Bühne und gestaltete einen beeindruckenden Abschluss. Der von Maximilian Klein und Anna Halder souverän moderierte Abend wird für die zahlreichen Angehörigen der Schülerinnen und Schüler als auch für die vielen Interessierten, die gekommen waren, als Abschlussveranstaltung an "ihrem Gymnasium Neckartenzlingen" in langer und bester Erinnerung bleiben!


Märchenabend der Klasse 5d

Wir, die Klasse 5d des Gymnasium Neckartenzlingens, fingen gerade im Deutschunterricht ein neues Thema an: Das Märchen. Wir besprachen viel zu dem Thema und kamen gemeinsam mit unserer Deutschlehrerin Frau Schmitt auch auf die Idee, einen Märchenabend zu gestalten. Nach vielem Diskutieren und Planen war es am Donnerstag, 26.3.2015 endlich so weit. Am Abend trafen Eltern, Geschwister und Verwandte ein. Zu Anfang wurden einige selbstgeschriebene Märchen der Klasse vorgetragen und eine neue, ebenso selbstverfasste Version des Forschkönigs mit Handpuppen vorgespielt. Nach einer Pause mit märchenhaftem Essen und Trinken kamen weitere Märchen sowie ein Quiz, bei dem auch die Eltern ihr Märchenwissen einbringen konnten. Trotz aller Mühen gewannen wir Kinder mit 60 Punkten Vorsprung. Doch auch dieser Abend musste leider irgendwann zu Ende gehen und fröhlich verließen wir alle die Schule.

Mia Gabius, 5d


Die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen durch Mobilfunk

 

 

Die digitalen Medien haben unsere Gesellschaft verändert. Begeistert werden sie von den Menschen und v.a. von den Kindern und Jugendlichen genutzt. Edgar Snowden hat uns bewusst gemacht, welche tiefgreifende Veränderungen mit ihrer Nutzung unbemerkt vor sich gehen, bei denen wir freiwillig mitwirken. Statt digitaler Freiheit und Demokratie sind wir mit BigData konfrontiert, der systematischen Verletzung von Grundrechten.

 

 

Den gesamten Vortrag von Peter Hensinger, Mitglied im Verein Diagnose-Funk und im BUND Stuttgart können Sie hier downloaden.


Eine Zusammenfassung und Rezension der Nürtinger Zeitung vom 12. April 2014 können Sie hier downloaden.


Dr. Helga Lerchenmüller informiert über die Sekte Scientology

Was ist eigentlich Scientology? Dieser Frage stellten sich am 30. Januar 2014 die Neunt- und Zehntklässler unserer Schule. Viele haben schon mal etwas von dieser Sekte gehört, aber bei den meisten lassen sich die vorhandenen Informationen sehr kurz mit einigen Schlagwörtern zusammenfassen: Sekte – Hollywood – Tom Cruise.

Aber es steckt natürlich sehr viel mehr dahinter und auch in Deutschland ist Scientology tätig.


Etwas Licht ins Dunkel konnte Dr. Helga Lerchenmüller von der Aktion Bildungsinformation e.V. (ABI e.V.) aus Stuttgart bringen. Die Fachschaften Religion und Ethik haben sie eingeladen, um über die Tricks, Strategien und Gefahren bezüglich Scientology aufzuklären. Ein großes Dankeschön geht dabei an Dorothee Lorenz, die die Veranstaltung organisiert hat.

Eins wurde bei dem Vortrag für die Schüler und Schülerinnen sehr deutlich. Scientology begegnet uns vielleicht häufiger im Alltag als wir denken. Nicht umsonst wird diese Sekte, die in Deutschland keinen offiziellen Status als Religionsgemeinschaft hat, von den Ämtern des Landesverfassungsschutzes beobachtet.

Besonders gefährlich sind die unauffällig scheinenden Anwerbeversuche bei Jugendlichen z.B. über Nachhilfeangebote, Bewerbertrainings, Managementkurse oder auch Aktionsgruppen, die von sich behaupten Menschenrechtsorganisationen zu sein. Dabei steckt hinter dieser Sekte ein weltweit agierendes Wirtschaftsunternehmen, das von dem amerikanischen Science-Fiction-Autor L. Ron Hubbard gegründet wurde. Die Mitglieder werden in enge hierarchische Strukturen gezwungen und mit psychologischem Druck wird versucht Mitglieder an sich zu binden. Aussteigen kann man nicht so einfach wieder.

Seltsam nur, dass sich dann so viele Hollywoodstars zu Scientology bekennen. Auch dafür hatte Dr. Lerchenmüller eine Erklärung. Scientology möchte natürlich zum einen in der (amerikanischen) Öffentlichkeit gut da stehen und da eignen sich Stars als „Aushängeschild“ hervorragend. Zum anderen können die Schauspieler, Produzenten und Regisseure, die selbst Scientologen sind die Öffentlichkeit beeinflussen. Die Botschaft von Scientology wird so an ein sehr breites (Kino)Publikum verteilt, ohne dass wir es merken. Und was kann schon so schlimm sein, wenn „Vorbilder“ wie Tom Cruise mitmachen? Scientology möchte eben harmlos wirken, aber sie sind es nicht. Auch in der Politik streben sie nach immer mehr Einfluss und haben das Ziel einen Scientology-Staat zu erreichten, in der es ganz sektentypisch keine Meinungsfreiheit und Persönlichkeitsrechte mehr gäbe.

Man sollte also immer aufmerksam sein und z.B. auch Anzeigen, die schnellen Erfolg in Schule, Beruf und Privatleben versprechen misstrauen – vor allem wenn das scientologytypische Vokabular auftaucht. Wörter wie „Dianetik“, „Thetan“, „Clearing“ und „Stresstest“ sollten jeden aufhorchen lassen. Die Neunt- und Zehntklässler sind nun auf jeden Fall sensibilisiert für die Gefahren und geben ihr Wissen hoffentlich auch an andere weiter.


Das Jüdisches Museum Berlin „on tour“ am Gymnasium Neckartenzlingen

Am 8. Oktober 2013 besuchten die Mitarbeiter Conny, Arnon und Johannes, des jüdischen Museums aus Berlin mit ihrem Bus („Berlin on tour“) das Gymnasium Neckartenzlingen. Nach der 4. Bewerbung gelang es der Schule, einen Tag das Museum zu Gast zu haben.

Die Schülerinnen Darija Perkic und Carina Casis der Klasse 7b berichten:

„Wir gingen mit dem jeweiligen Fachlehrer in den Schülertreff, wo wir uns in einem Kreis versammelten. Dann stellte sich Conny vor, die seit 2008 im Museum arbeitet. Ein Grund dafür ist, dass sie sich gerne mit Schülern beschäftigt. Arnon arbeitet seit 2012 im Museum und interessiert sich für Geschichte. Zwar ist er Jude, aber lebt nicht so streng gläubig wie manche anderen. Ihm macht das Weitervermitteln der jüdischen Kultur an Schüler ebenfalls Freude.

Als Kennlernspiel wurde eine Schüssel mit koscheren Gummibärchen in die Mitte des Kreises gestellt und jeder, der auf eine der gestellten Fragen mit „Ja“ antworten konnte, ging zur Schüssel und konnte sich eins nehmen. Danach teilten wir uns in kleinere Gruppen auf und schauten die mitgebrachten Gegenstände an: unter anderem die heilige Schrift (Tora), einen Granatapfel (Symbol für Vielheit, Fülle und Gestaltungskraft), den Jad (Zeigestab für das Lesen der Tora), das Gebetsbuch, die Hawdala (Kerze, die am Freitag angezündet und am Samstagabend wieder ausgemacht wird) und die Kippa, eine jüdische „Mütze“, die den Glauben an Gott symbolisiert und die in der Synagoge getragen werden muss. In den Gruppen wurden verschiedene Aspekte des jüdischen Glaubens erarbeitet und anschließend dem Rest der Klasse präsentiert. Danach konnten wir Fragen stellen, die uns Conny und Arnon gerne beantworteten. Leider war nun auch schon die Zeit vorüber und wir gingen zurück in unser Klassenzimmer. Wir bedanken uns nochmal herzlich für diesen tollen Tag bei allen Beteiligten.“

Auch für einige ältere Schüler der Kursstufe gab es das Angebot an einem Workshop teilzunehmen. Die Mitarbeiter des jüdischen Museums informierten persönlich und interaktiv mit Hilfe von Tablet-PCs, was es heute heißt, als junger jüdischer Mensch in Deutschland zu leben. Besonders interessant fanden die Schüler, dass jüdisch sein mehr bedeutet, als einer Religion anzugehören. Es ist mehr eine Lebenseinstellung, die so manch ein junger Jude in Deutschland heute lebt, ohne streng gläubig zu sein. Und trotz der Unterschiede zum Leben der Schüler, so die Erkenntnis, gibt es doch viel mehr Gemeinsamkeiten. Jüdisch sein heißt also anders, aber auch wieder nicht anders zu sein – so wie es eben mit vielen Dingen im Leben ist.

Die Ausstellung und die Workshops liefern einen wertvollen Beitrag zum kulturellen Austausch und zum Abbau von Halbwissen und Vorurteilen. Wir hoffen, dass das jüdische Museum „on tour“ in den kommenden Schuljahren wieder einmal bei uns zu Gast sein wird, um mehr Schülern die Gelegenheit zu bieten sich „live“ mit dem Thema „jüdisch sein in Deutschland“ zu beschäftigen. Wir bedanken uns bei den engagierten Mitarbeitern, die sich vor allem auch den vielen Fragen unserer Schüler auf offene Art und Weise stellten.


Der Auschwitz-Überlebende David Salz berichtet

Am Dienstag, den 15.10.2013, fand für die Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Neckartenzlingen in der großen Aula eine Vorlesung des Zeitzeugen und Auschwitz-Überlebenden David Salz statt.

David Salz, der aus jüdischem Elternhaus aus Berlin stammt und heute in Israel lebt, berichtet schon seit zehn Jahren an Schulen von seinen Erfahrungen in Auschwitz, um der Jugend „die Augen zu öffnen“. Er erzählte, wie er 1942 im Alter von 13 Jahren nach Auschwitz kam und berichtete von seiner Flucht. Er erzählte von der Kriminalität und Grausamkeit der Aufseher im Lager, aber auch von Freundschaften und Unterstützung.

Herr Salz beantwortete mit Freuden die Fragen der Schülerinnen und Schüler, welche gespannt zuhörten und sich schließlich lautstark bei Herrn Salz für diese beeindruckende Vorlesung bedankten.

Florian Rigon u. Annika Mangold

 

Eine Zuhörerin berichtet von ihren Eindrücken

David Salz, der am 25.04.1929 in Berlin geboren wurde, hatte keine Kindheit. Sein Leben stand im Schatten des Nationalsozialismus. Er gilt als der jüngste Insasse des KZs Auschwitz und überlebte auch die mörderische Schufterei im Lager Mittelbau-Dora. Heute besucht David Salz regelmäßig Schulen, um von seinen Erfahrungen zu berichten.

Lena Bührichen aus der Jahrgangsstufe 1 war beim Vortrag von David Salz dabei und berichtet von ihren Eindrücken.

Der Zeitzeuge hatte eine sehr klare und deutliche Weise zu sprechen, was die schrecklichen Geschehnisse von denen er berichtete einfach um so eindrücklicher erschienen ließ. Besonders grausam war an seiner Lebensgeschichte der Grund, warum er überhaupt ins KZ kam. Auf der Suche nach seiner Mutter, die eines Tages nicht von der Arbeit nach Hause kam, hatte er sich mehr oder weniger freiwillig in die Hände der SS begeben. Seine Mutter sah er jedoch nie wieder, denn gleich nach ihrer Ankunft in Auschwitz wurde sie vergast. Er entkam der Gaskammer nur durch eine Lüge bezüglich seines Alters – als 13jähriger gab er sich als 17jähriger Elektriker aus und „durfte“ so in ein Arbeitslager.

Herr Salz erzählte uns von seinem Leben im KZ: „Es heißt doch, die Würde des Menschen sei unantastbar, doch dort nahmen sie uns jede Würde.“

Dieses Zitat von ihm beschreibt umfassend, wie die Lebensverhältnisse waren und wie die Menschen unter diesen litten. Unglaublich eindrücklich war auch sein Empfinden, dass bis heute anhält und sein Leben bestimmt: „Ich habe das KZ verlassen, doch das Lager hat mich nie verlassen.“; „Ich wurde zwar gerettet, doch befreit bin ich bis zum heutigen Tag nicht.“

Auch nach ca. 60 Jahren ist das Grauen für ihn nicht im mindesten vergessen und mit seinen Worten berührte er uns alle. Seine Aufforderung an uns alle lautet: „Nehmt euch meine Worte zu Herzen, erinnert euch und lasst so etwas nie wieder geschehen!“ Doch er schloss letztendlich mit den Worten: „Schalom, Frieden“.


„Mathematik zum Anfassen“ – eine Mitmachaustellung von Schülerinnen des Abijahrgangs 2012

Die Schülerinnen eines Mathematik-Kurses waren vom Ausstellungskatalog des „Mathematikum“ in Gießen, dem ersten mathematischen Mitmachmuseum der Welt, beeindruckt, wie spannend Mathematik vermittelt werden kann. Nach dem schriftlichen Abitur haben sie und ihr Mathematik-Lehrer zwölf der mathematischen Experimente selbst nachgebaut und die Exponate im Schülertreff eine Woche lang ausgestellt. Dort hatten viele Klassen die Möglichkeit, in Begleitung ihrer Mathematik-Lehrer selbst Hand anzulegen und zu experimentieren. So konnten sie unter anderem ausprobieren, wie man durch eine Postkarte steigen kann, dass die kürzeste Verbindung nicht immer die schnellste ist, dass man eine Brücke auch ohne Nägel und Schrauben bauen kann und dass es gar nicht so einfach ist, sich so zu bewegen, dass die eigene Bewegung einem vorgegebenen Funktionsgraph entspricht. 
Dass diese Mitmach-Ausstellung nicht für die Schüler und Lehrer, die sie besuchten, sondern auch für die „Macher“ bereichernd war, zeigt der Kommentar einer der beteiligten Schülerinnen:“ Dieses Projekt am Ende unserer Schulzeit hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und uns die Möglichkeit gegeben, Mathematik von einer ganz anderen Seite kennen zu lernen.“

Nach dieser sehr positiven Resonanz wird diese Ausstellung im nächsten Schuljahr sicher wieder zu besuchen sein – vielleicht sogar mit weiteren Exponaten…

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