Gymnasium Neckartenzlingen

Gymnasium Neckartenzlingen

Schwäbische Toscana im Hühnerhof

Mit 8 Schülerinnen und Schülern gestalteten die drei Lehrkräfte Maja Messer, Harry Filkorn und Steffen Mall den Hühnergarten des Gymnasium nach besonderen Gesichtspunkten neu.

Das Projekt fand während der Projekttage im Juli statt und sollte nicht nur Hahn und Hennen zufrieden stellen, sondern eben auch den Betrachter und die Besucher des Gymnasiums, die in großer Zahl am Hühnerhof, dem Lichtinnenhof des Gebäudes, vorbeikommen. Den Erkenntnissen des Geografielehrers zufolge müsste es dank des inzwischen deutlich veränderten Klimas möglich sein, mediterrane Pflanzen wie Lavendel, Thymian, Oliven und gar Zitronen nach dem Motto "Schwäbische Toscana" anzusiedeln. Damit das Vorhaben gelingen kann, wurde Gärtnermeister Peter Manz zu Rate gezogen, der die Planungen begeleitete und aus seinem Gärtnereibetrieb die Bepflanzung lieferte. Durch die sehr günstigen Lieferbedingungen wurden die Geldspenden des Elternbeirates zu diesem Projekt großzügig "aufgestockt".

Beim Ausgraben bestehender Bepflanzung aus früheren Jahren war die ganze Muskelkraft der Schülerinnen, Schüler und Lehrer gefordert, jedoch konnte man nach drei Tagen Arbeit den hübschen Fortschritt bewundern, sogar für Kunst gab es noch ein Plätzchen. Die Hühner galt es noch zu überzeugen, dass nicht alles neu Gepflanzte zum sofortigen Verzehr gedacht war, wozu ein Zaun um die schönsten Pflanzen gute Dienste leistete. Inzwischen ist alles gut angewachsen und freut sich der weiteren Pflege.

Der Gärtnerei Manz sei besonderes gedankt, die durch die Unterstützung mit Rat und Tat sehr geholfen hat, das Projekt gelingen zu lassen!


Zukunft am Gymnasium Neckartenzlingen

Vom 23. - 27. Juli 2015 war das Gymnasium Neckartenzlingen ein anderer Ort des Lernens. Die Projekttage waren der Grund dafür, dass die ca. 750 Schüler in 45 Projekten auf ganz unterschiedliche Art und Weise Themengebiete zum Thema Zukunft erforschten. Organisiert wurde dieses Großprojekt von der SMV in Zusammenarbeit mit der Lehrerschaft.

Von "Robotik" über "Essen aus verschiedenen Kulturen" bis zu "Apokalypseszenarien" war alles dabei. "Sonst macht man sich nicht so oft Gedanken über die Zukunft, was da alles passieren könnte", meinte ein Schüler. Beim Projekt "Stell was auf die Beine" planten die SchülerInnen exemplarisch ein Event, in diesem Fall ein Fußballturnier und beim Projekt "Do it yourself" stellten sie aus selbst mitgebrachten Stoffen neue Kleidungsstücke her. "Die Menschen der Zukunft müssen sich selber helfen können, damit sie nicht auf alle möglichen Produkte der Industrie angewiesen sind.", so die Leiterin dieses Projekts.

Auch waren Referenten und Fachleute aus der Industrie beteiligt an einzelnen Projekten. Dem Projekt "Assessment-Center" machte hier keiner so schnell was vor, denn hier bekamen die SchülerInnen von Metabo und Hirschmann gezeigt, wie moderne Bewerbungsverfahren funktionieren. "Eine Zukunft ohne Rechtsextremismus" wünschen sich die meisten, im gleichnamigen Projekt wurde viel darüber nachgedacht und anhand eines Planspiels simuliert.

"Interkulturelle Verständigung", dankenswerter Weise unterstützt von YFU, Die Zukunft der Mobilität, Basteln mit "Müll" und Upycling, all das und noch viel mehr konnte während der Projekttage erlebt werden. Neben einem "Spielenachmittag mit Flüchtlingskindern" und "Debating" gab es am Ende der drei Tage zahlreiche verschönerte Abschnitte unseres Schulgebäudes zu bestaunen, sowohl innen als auch außen, z.B. mit dem neu gestalten "Hühner(innen)hof", der jetzt die Toskana im Schwabeland präsentiert - der Klimawandel lässt grüßen! Dokumentiert wurden die vielen tollen Arbeiten von unterschiedlichen Teams, so z.B. von einer Zukunftszeitung, dem Schulfernsehteam, einem Radioprojekt und dem Fototeam "Wer friert uns diesen Moment ein", bei dem es um das perfekte Foto ging. Am Montagnachmittag gab es dann eine abschließende "Zukunftsmesse", bei der jede Projektgruppe, die meisten von Lehrern geleitet, ihre Ergebnisse anschaulich präsentierte. Wer bei der Zukunftsmesse durch die Gänge und Räume gelaufen ist, wird bestätigen können, wie vielfältig das Projektangebot war. Es gab vieles zu bestaunen, ausprobieren, naschen - auch vegan - und viele Exponate, die von den Schülerinnen erstellt wurden, konnte gegen ein kleines Entgelt mit nach Hause genommen werden. Viele fleißige SMVler boten zu dem während der Projekttage und der Messe im Schülertreff vegetarische Snacks an, zum großen Teil fair, bio, regional.

Während der Projekttage herrschte nicht nur eine andere Art des Lernens, sondern auch eine vollkommen andere Atmosphäre. Was tatsächlich in der Zukunft passiert, weiß niemand. Wir können nur hoffen, dass die Projekttage in den Köpfen der Lehrer und Schüler etwas bewirkt haben, damit sie darüber nachdenken, vor allem sich aber darauf einstellen, wie schnell die Zeiten sich ändern können.

Die SMV bedankt ganz herzlich sich bei allen, die die Projekttage unterstützt, mitgestaltet und organisiert haben.

Luca Schweizer, Schülersprecher, Klasse 10d

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