Gymnasium Neckartenzlingen

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Exkursion des Neigungskurses Geographie

Am Dienstag, 5.7.2016 starteten die 10 Schülerinnen und Schüler des Geographie-Neigungskurses der Jahrgangsstufe 1 in Begleitung von Frau Roos und der Kurslehrerin Frau Schmitt auf eine 4-tägige Baden-Württemberg-Exkursion.

Das Wetter war auf unserer Seite und auch der Autobahnstau zu Beginn konnte die Stimmung nicht trüben. Kompetent informiert wurden wir an den einzelnen Stationen von unseren Kursmitgliedern, von denen jeder ein Referat vorbereitet hatte. Die Lehrerinnen standen für Zusatzinfos beratend zur Seite.

An den ersten beiden Tagen erkundeten wir das westliche Baden-Württemberg und schauten uns, passend zu den Themen der Jahrgangsstufe, die Enzschleifen bei Roßwag, das alte und neue Eisinger Loch (Einsturzdolinen im Karst), die Staustufe Iffezheim, den Mummelsee (glazialer Karsee) an und bestiegen die Hornisgrinde, um uns das Hochmoor anzuschauen und den Ausblick auf den Oberrheingraben zu genießen. Genächtigt wurde in Furtwangen, von wo aus es am nächsten Tag auf genauere Erkundungstour in den Schwarzwald ging. Besonders der Besuch der Grube Wenzel (in voller Montur mit Helm, Lampe und Gummistiefeln), in der unter anderem Silber abgebaut wurde, beeindruckte die Gruppe. Aber auch das Naturschauspiel der Triberger Wasserfälle war ein Erlebnis. Natürlich wurde die Landschaft auch geographisch untersucht. An der weniger bekannten Donauquelle (eigentlich Bregquelle) in Furtwangen wurden Bodenproben genommen, untersucht und verglichen. So wurde der theoretische Schulstoff durch praktische Arbeit erfahrbar.

Doch auch das Freizeitvergnügen sollte nicht zu kurz kommen, sodass die Gruppe am nächsten Morgen den Titisee (glazialer Zungenbeckensee) im Tretboot erkundete. Über den Schluchtensteig ging es vorbei am Rechenfelsen (Klamm) durch die Haslachschlucht bei Lenzkirch, die auch als kleine Schwester der Wutachschlucht bezeichnet wird. Leider erwischten wir in Immendingen einen Tag, an dem die Donau nicht wirklich versickert war, doch unsere Vorstellungskraft half uns darüber hinweg. Wir verfolgten die Donau und schauten uns den Aachtopf an, an dem das versickerte Donauwasser wieder zutage kommt. Passenderweise übernachteten wir an diesem Tag im Naturfreundehaus "Donauversickerung". Nach diesem Tag hatten sich alle das Abendessen in Allensbach am Bodensee, direkt am Wasser, wirklich verdient.

Am letzten Tag ging es vom Bodensee über die Schwäbische Alb zurück in die Heimat. Unterwegs machten wir Station in Überlingen, um uns eine Gletschermühle aus der letzten Eiszeit anzuschauen und den Bodensee zu genießen. Nächstes Ziel war die Wimsener Höhle, Deutschlands einzige befahrbare Wasserhöhle, deren Temperatur für eine willkommene Abkühlung sorgte. In Urspring gab es gleich zwei Phänomene zu bestaunen: einen Umlaufberg und die Achquelle, die durch ihr klares und blau schimmerndes Wasser beeindruckte. Nicht weit entfernt von der Heimat kann man am Randecker Maar Reste des Schwäbischen Vulkans bestaunen. Der Breitenstein mit seinem tollen Ausblick auf das Albvorland und den Albtrauf bildete einen gelungenen Abschluss einer nach Meinung aller Teilnehmenden lehrreichen und vielseitigen Exkursion, die dennoch ausreichende Zeit für Erholungspausen ließ :-)


Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Dachau

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts besuchten auch dieses Jahr alle Schüler und Schülerinnen der 9. Klassen des Gymnasiums Neckartenzlingen die KZ-Gedenkstätte in Dachau. Ausgehend von der Behandlung der Zeit des Nationalsozialismus im Geschichtsunterricht ist es das Ziel, den Schülern am Ort des Geschehens weitere, unmittelbare Eindrücke von dem menschenverachtenden System der NS-Diktatur zu vermitteln. Vier Referenten begleiteten die Klassen am 18. März 2015 durch das erste von den Nationalsozialisten gebaute Konzentrationslager, welches, dank des Einsatzes von ehemaligen Häftlingen, heute als Erinnerungsstätte und als Mahnmal für die nächsten Generationen dient. Tiefe Eindrücke hinterließen besonders die Gaskammer, das Krematorium, die unfassbaren Lebensumstände und die menschenverachtende Behandlung der Häftlinge im Lager.

Im Anschluss an die Führungen hatten die Schülerinnen und Schüler noch die Gelegenheit einen Film mit Originalaufnahmen von der Befreiung des KZs anzusehen oder das Gelände noch selbst zu erkunden.

Am Ende des Tages und in der Auswertung in der folgenden Geschichtsstunde stand für die Schülerinnen und Schüler fest, dass diese Exkursion ein wichtiger Bestandteil der Auseinandersetzung mit dem Thema Nationalsozialismus ist, denn nur aus Büchern ließe sich das Ausmaß der Grausamkeit dieses Systems gar nicht fassen.

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