Gymnasium Neckartenzlingen

Gymnasium Neckartenzlingen

Lateintag am Gymnasium Neckartenzlingen

Auch dieses Schuljahr ist der Lateintag für die Schüler und Schülerinnen der Klassen 7 am 9. Februar rundum gelungen.

Mit Leintüchern ausgestattet konnten sie ausprobieren, wie eine Toga gewickelt wurde und erfuhren allerhand Wissenswertes zu römischen Kleidungsstücken. Römische Speisen wurden nach antiken Originalrezepten nachgekocht und anschließend probiert, wie hier die Quarkbällchen mit Mohn (globi).

Und natürlich hatten wir auch dieses Jahr Besuch von einem römischen Legionär, der uns Geschichten rund um das römische Soldatenleben erzählte. Der Legionär kommt von der Interessengemeinschaft VEX.LEG.VIII.AUG. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, die Archäologie der Römerzeit lebendig zu vermitteln. Sie fertigen Nachbauten von Ausrüstung, Waffen, Kleidung, etc. an. Sie präsentieren sich unter anderem auf Museumstagen und bei Schulaktionen.

Der informative, spannende und leckere Lateintag findet hoffentlich auch im nächsten Schuljahr wieder statt!


Unterrichtsprojekt „Geschichte inszenieren“

Die Klasse 9a des Gymnasiums Neckartenzlingen stellte am 7. Dezember 2016 ihr Projekt zur Weimarer Republik unter der Leitung von Frau Meiss vor.

Unsere Projektplanung startete mit einem Besuch im "Haus der Geschichte" in Stuttgart, in dem wir einen Workshop besuchten, indem uns gezeigt wurde, wie man eine Ausstellung anschaulich gestaltet. Zuerst legten wir fest, was uns zu diesem Thema wirklich wichtig ist, wie Ausstellungsstücke präsentiert werden, und was wir mit der Ausstellung erreichen wollen.

Danach begann die "Feinplanung": wir entschieden uns für den Überbegriff "Hitler - von der Demokratie gemacht?" und legtenu nter diesem Aspekt vor allem Wert auf die Belastungsfaktoren für die Weimarer Republik. Danach ging es daran, dem ganzen eine Struktur zu geben und einen Zeit- und Ablaufplan zu erstellen. Wir teilten uns in Gruppen auf und jede Gruppe befasste sich mit einem Belastungsfaktor. Am Schluss wurden dann die Ergebnisse von den einzelnen Gruppen sehr anschaulich und interessant mit zum Teil selbst gebastelten Objekten präsentiert. Zusätzlich gab es noch ein Werbeteam, das sich um Umläufe, Plakate und Flyer kümmerte, ein Team, das die Aufgabe hatte, einen Ausstellungskatalog zu gestalten und ein Orga-Team, das sich um die Räumlichkeiten u.ä. kümmerte. Frau Meiss unterstützte alle Gruppen kräftig, stand mit Rat und Tat zur Seite und kümmerte sich um alle Materialien.

So konnten wir dann die Ausstellung sehr professionell mit Ton, Licht oder Umgebungseffekten aufbauen. Am 07.12.2016 waren dann Eltern, Lehrer und Schüler eingeladen ,unsere Ausstellung zu besuchen. Die Schüler begleiteten die Besucher und erläuterten an verschiedenen Stationen die Ergebnisse der tagelangen Arbeit. Es wurden auch Getränke und Snacks angeboten, um die Klassenkasse ein wenig aufzubessern.

Schon an diesem Abend war klar, dass sich die viele Mühe gelohnt hatte, denn die Besucher waren alle begeistert und erstaunt, wie viel die Schülerinnen und Schüler in Eigenarbeit geleistet hatten und wie es gelungen war, ein schwieriges Thema interessant und inhaltlich gut darzustellen. Vor allem die kreative Art der Präsentation wurde sehr gelobt und bewundert.

Abschließend kann man sagen, dass wir die uns gesetzten Ziele in vollem Umfang erreicht haben und Frau Meiss sehr stolz und zufrieden mit unserer Leistung war.

Melanie Dannenberg, Monique Guy, Laureen Merkle (Klasse 9a)


NaturWissenschaft und Technik in der Praxis: Exkursion in die Zimmerei Stadelmaier

Am Montag, den 11. Juli 2016 besuchten wir, die 10a des Gymnasiums Neckartenzlingen, im Rahmen des NWT-Unterrichts zum Thema Energie mit unserem Lehrer Herrn Quasthoff, die Zimmerei Stadelmaier in Walddorf. Dort stellte uns der Zimmermeister Herr Stadelmaier zum einen seinen Betrieb vor und dann im Speziellen verschiedene Dämmstoffe, denn es ging darum, mehr darüber zu erfahren, wie man ein Haus energieeffizient machen kann. So lernten wir unter anderem Glas-, Steinwolle, Holzfaser- und PU-Platten mit ihren Vor- und Nachteilen kennen - die ersten beiden kann man z.B. als ökologisch vertretbar einstufen, da sie natürlichen Ursprungs sind, während PU ein künstlicher Werkstoff ist, sich allerdings im Praxiseinsatz als exzellenter Dämmstoff erwiesen hat.

Auch über das Verbauen der Dämmstoffe gab es einiges zu erfahren, was es z.B. mit Dampfsperren, Feuchtigkeit, Schimmelpilzen und einem Ausflockungsgerät auf sich hat. Heute nutzt man zum Sanieren von alten Gebäuden z.B. solche ein Gerät, um Dämmstoffe in Wände einzublasen - was uns eindrucksvoll demonstriert wurde.

Auch das Thema richtiges Lüften spielt beim Energiesparen und unserer Exkursion eine Rolle, das heißt, wir erfuhren sowohl einiges darüber, was ein Unternehmen, wie die Zimmerei Stadelmaier beim Sanieren von Gebäuden zum Thema Energieeffizienz und Ressourcenschonung beiträgt, aber auch, was wir selbst tun können - Stichwort: Stoßlüften!

Vielen Dank an die Zimmerei Stadelmaier für den informativen Besuch und den Einblick in die Praxis!

Klasse 10a


"Bundestag macht Schule“ – Oder: Wie entsteht ein Gesetz?

Etwas so Kompliziertes wie der Gesetzgebungsprozess lässt sich am besten verstehen, wenn man es selbst erlebt. Diese Chance hatte die Klasse 9c am Mittwoch in Form eines Planspiels der LpB (Landeszentrale für politische Bildung).

Fiktiven Bundestags-Fraktionen zugeteilt, stimmten die Schülerinnen und Schüler schließlich für eine Verschärfung des Jugendschutzgesetzes und damit eine strengere Handhabung des Verkaufs alkoholischer Getränke an Jugendliche ab 16 Jahren.


Festung Europa? Oder: Einmal die große Politik entscheiden

Am letzten Donnerstag vor den Weihnachtsferien wurde es spielerisch ernst am Gymnasium Neckartenzlingen. Zwei Mitarbeiter der Landeszentrale für politische Bildung Baden Württemberg kamen an die Schule, um mit uns, 10 Schülerinnen und Schülern aus dem Seminarkurs "Planspiel und internationale Beziehungen" der Jahrgangsstufe 1 sowie dem 4-stündigen Gemeinschaftskunde-Kurs der Jahrgangstufe 2, die beide von Frau Haberland unterrichtet werden, das Planspiel "Festung Europa? - Asyl- und Flüchtlingsproblematik in der EU" durchzuführen.

Nach einer kurzen Einführungsphase zur Klärung wichtiger Begriffe zum Thema Europa (z.B Schengen Raum) und allgemeiner Informationen über das Planspiel, wurden Teams gelost, deren Mitglieder jeweils zu zweit die Repräsentation eines EU-Landes übernahmen als Staats- bzw. Regierungschefs, unterstützt durch den jeweiligen Innenminister. Wer genau wir waren, welches Land mit welchen Zielen wir repräsentieren sollten, erfuhren wir im Anschluss über Rollenkarten. Nachdem wir uns kurz abgesprochen und Strategien zugelegt hatten, etwa wann am besten welches Argument angebracht werden sollte und mit welchem Land man sich eventuell verbünden könnte, fing die eigentliche Spielrunde auch schon an.

Im Mittelpunkt der Diskussion des Europäischen Rates, die von uns nachgestellt wurde, stand die aktuelle Flüchtlingsproblematik in der EU. Die damit verbundenen Themen wie beispielsweise die Einführung eines EU-Fonds, verstärkte Absicherung der Außengrenzen oder ein Verteilungsschlüssel für die EU-Länder wurden heftig im Plenum diskutiert. Die Sitzung wurde vom EU-Ratspräsident sowie dem Präsident der Europäischen Kommission geleitet. Wir begaben uns also in unseren Rollen auf ein hochkarätiges und gleichzeitig heißes Parkett. Alle gemeinsam, trotz unterschiedlicher Positionen, nur so können die Problem gelöst werden, kann man zu einer gemeinsamen Politik gelangen. Aber wie soll man das schaffen?

Am Ende des fünfstündigen Planspiels schlüpften wir einerseits erleichtert, wegen der zum Teil ermüdenden und gleichzeitig verantwortungsträchtigen Diskussionen, aber andererseits auch froh, neue Erfahrungen und Erkenntnisse gesammelt zu haben, aus unserer Rolle.

Insgesamt ist uns durch das Planspiel bewusst geworden, wie schwer und kompliziert es ist, in einer so großen Runde, wie der der EU, bei so vielen unterschiedlichen Interessen und Zielen, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Es hat Spaß gemacht sich in die Lage eines Landes zu versetzen und es als Politiker im besten Sinne zu vertreten.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden Württemberg und Frau Haberland für den interessanten Nachmittag.

Pia Hanisch und Salome Halder (Jahrgangsstufe 1)


Unterdrückung, Flucht, Inhaftierung und ein Neubeginn – Eine Geschichte aus der DDR

Am ersten Schultag nach den Weihnachtsferien hatte die Jahrgangsstufe 2 das Privileg, eine Zeitzeugin begrüßen zu dürfen, die selbst die DDR-Zeiten miterlebt hat.

Anstelle des normalen Geschichtsunterrichts, erzählte uns Konstanze Helber von ihren persönlichen Erfahrungen mit der DDR: Ihre schönen Kindheitserinnerungen, aber auch die Unterdrückung, Gleichschaltung, das Gefühl der permanenten Überwachung, sowie ihre Zulassungsverweigerung zum Abitur verschwieg sie uns nicht. Schließlich wagte sie mit 22 Jahren einen Fluchtversuch aus der DDR, nachdem ihre Ausreiseanträge verweigert wurden. Frau Helber veranschaulichte uns detailreich die Planung und den Verlauf der Flucht: Wie sie eingeengt in einem Kofferraum eines speziell für die Flucht umgebauten Autos lag. Die Zeit des unerträglichen Wartens auf den Polizisten, der ihr Auto abgefangen hat und sie entlarven würde. Die Verschleppung ins Frauengefängnis Hoheneck.

Fernab von objektiven Texten und nichtssagenden Bildern erzählte sie uns über den Alltag in Hoheneck, dem sie nahezu zwei Jahre ausgesetzt war.

1979 wurde sie freigekauft und konnte endlich die Grenze überschreiten, die Erinnerungen an die DDR hinter sich lassen und ein neues Leben mit ihrem Freund im Westen beginnen.

Bis 1998 arbeitete sie als Kinderkrankenschwester in der Chirurgischen Klinik in Tübingen und half danach Menschen mit Behinderungen in einem Wohnheim. Außerdem ist sie die Ansprechpartnerin für den Süddeutschen Freundeskreis Hoheneckerinnen in Stuttgart, der Frauen, wie Zeitzeugin Konstanze Helber , die Möglichkeit bietet, mit ihren damaligen Mitinhaftierten weiterhin in Kontakt zu bleiben.

Konstanze Helber hatte lange Zeit ihre Erinnerungen an die DDR und was ihr wiederfahren ist, verdrängt und verschwiegen. Erst ab 2004 fing sie an zu erzählen, was ihr geschehen war.

Vielen Dank Frau Helber, dass Sie Ihr Schweigen gebrochen haben und uns eindrücklich und bildhaft Ihr Leben geschildert haben. Dank Menschen wie Ihnen, ist es uns Schülern möglich, neben den Fakten aus dem Unterricht, auch Vergangenes durch die Augen von Zeitzeugen zu sehen und somit Geschichte wirklich "miterleben" zu können.

Sabrina Müller (Jahrgangsstufe 2)

 

Die persönliche Geschichte von Frau Helber war sozusagen die Auftaktveranstaltung für die Ausstellung "DDR - Mythos und Wirklichkeit", die dem Gymnasium Neckartenzlingen von der Konrad-Adenauer-Stiftung zur Verfügung gestellt wurde. Im Foyer des Gymnasiums konnten sich die Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Wochen selbst ein Bild über das Leben in der DDR machen, in dem sie auf anschaulichen Ausstellungstafeln viele Informationen und Bilder zu einzelnen Mythen über den Alltag, die Politik, die Wirtschaft etc. in der DDR untersuchten, analysierten und manchmal einfach nur kopfschüttelnd betrachteten.


Rechercheschulung in der Bücherei Nürtingen

Kurz vor Weihnachten besuchten 10 Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Neckartenzlingen die Stadtbücherei Nürtingen. Ihr Ziel, die Bücherei besser kennen zu lernen, um für die Recherchen zu ihrer Dokumentation für den Seminarkurs "Planspiele und internationale Beziehungen" gerüstet zu sein - ganz dem Zitat von Einstein entsprechend: "Wissen heißt wissen, wo es geschrieben steht."

Nach dem sehr freundlichen Empfang durch die zuständige Bibliotheksmitarbeiterin, lernten die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Methoden und Mittel des Recherchierens kennen. Gemeinsam wurden Vor- und Nachteile sowie Besonderheiten, Tipps und Tricks der bzw. zu den einzelnen Medien diskutiert und ganz nebenbei die Bibliothek als solche erkundet.

Vielen Dank an das Bibliotheksteam für die tolle Unterstützung.


Junge Asylsuchende in den Religionskursen der Jahrgangsstufe 1

Auf Anregung von Pastoralreferent Thomas Hermann, der bereits erste Kontakte zu den jungen Asylsuchenden aus der Flüchtlingsunterkunft Aichtal aufgebaut hat, luden die Religionskurse der Jahrgangsstufe 1 vier junge Männer in ihren Unterricht ein.

Die Männer zwischen 22 und 34 Jahren nahmen die Einladung "gerne" an, wie sie oft betonten. Zunächst stellten sie sich im Plenum kurz vor und zeigten auf einer Weltkarte ihre Heimatländer Nigeria, Kamerun und Irak. Dann bildeten sich Kleingruppen, in denen in Französisch oder Englisch mit Hilfe der im Vorfeld erarbeiteten Fragen unter Leitung von Schülern und Schülerinnen informative Gespräche stattfanden.

Kriegerische Auseinandersetzungen, Terror, Korruption, politische Unterdrückung sind die wesentlichen Gründe dafür, dass die jungen Männer ihre Heimat, in der sie keinerlei Perspektive mehr für sich sehen, verlassen haben. Zwischen dem Verlassen ihres Heimatortes bis zur Ankunft in Deutschland lagen bis zu zwei Jahre.

Ob aus Afrika oder dem Irak, die vier Männer hoffen sehr auf einen neuen Anfang in Deutschland. Sie alle sind eifrig dabei Deutsch zu lernen und wollen dann möglichst schnell eine Arbeit aufnehmen oder eine Ausbildung beginnen, sobald sie Gelegenheit dazu bekommen. Sie wünschen sich sehr, in Deutschland, das sie für ein sehr sicheres Land halten, Aufnahme zu finden.

Sie wissen jedoch auch, dass sie noch eine längere Wartezeit bewältigen müssen und schildern den Schülerinnen und Schülern ihre Tage als Asylsuchende in einer Massenunterkunft. Vgl. auch: http://rundertisch-aichtal.de/

Sie betonen, dass sie froh seien über jede Abwechslung, aber auch dankbar, dass sie überhaupt Unterkunft und Verpflegung hätten.

Wichtig war den Asylsuchenden auch die Frage an die deutschen Jugendlichen zu stellen: "Was könnt ihr für uns tun?" Worauf die Jugendlichen zunächst etwas hilflos reagierten.

Doch dann stellte sich heraus, dass Freizeitangebote, Deutschlektoren, Übersetzer eine große Hilfe darstellen würden. Die Ankündigung eines möglichen Sportturniers fand große Zustimmung.

Abschließend trafen sich alle wieder im Plenum; Herr Hermann bedankte sich bei den Gästen, diese wiederum bedankten sich herzlich für die Einladung. Diese Begegnung war sicher für alle Teilnehmenden ein Gewinn und trägt bereits erste Früchte.

Nachtrag: Bereits am Wochenende engagierten sich einige Schülerinnen aus den Religionskursen bei einer adventlichen Backaktion mit Asylsuchenden im katholischen Gemeindehaus. (Vgl. auch : http://www.maria-hilf-groetzingen.de/index.php?id=30735)

Fr. Vogt


Religionsunterricht einmal anders - Der Zeitzeuge Pavel Hoffmann berichtet

Der Holocaust war eines der schwersten Verbrechen an der Menschheit - Tausende Menschen, vorwiegend Juden, wurden damals von den Nationalsozialisten umgebracht. Einer der wenigen Überlebenden, Pavel Hoffmann, besuchte am 25. November 2015 das Gymnasium Neckartenzlingen. Seit 12 Jahren ist er als Zeitzeuge unterwegs. Im Rahmen des Religionsunterrichtes berichtete er Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen von seinen Erlebnissen und den Schrecken zur Zeit des Holocaust. Im Anschluss an seinen Vortrag konnten wir noch Fragen stellen.

Pavel Hoffmannn wurde 1939 in Prag geboren. Seine Eltern waren wie schon der Großvater beide Ärzte; in der Folge der Nürnberger Gesetze erhielten sie Berufsverbot. 1942 wurde sein Vater erschossen; seine Großeltern wurden nach Auschwitz deportiert, wo sie in den Gaskammern umkamen. Ein Jahr später wurden der 4-Jährige Pavel mit seiner Mutter ins KZ Theresienstadt deportiert. Dort starb seine Mutter noch im Jahr 1943, Pavel bleib als Vollwaise im Ghetto zurück. Bis 1945 lebte er im KZ Theresienstadt unter unmenschlichen Zuständen, die mehr als 30.000 Menschen, das Leben kosteten. Durch einen glücklichen Zufall gelangte er im Februar 1945 auf eine Liste für einen Transport in die Schweiz, was ihm das Leben rettete.

Außer ihm selbst, einem Onkel und einer Tante hatte niemand seiner Familie den Holocaust überlebt. Pavel wuchs bei seinen Verwandten auf, die jedoch niemals etwas aus dieser Zeit erzählten. So kam es, dass er sich erst im Rentenalter mit seiner Vergangenheit auseinandersetzte. Heute lebt Herr Hoffmann mit seiner Familie in Reutlingen.

Wir würden uns freuen, wenn es auch für nachfolgende Klassen möglich wäre, einem Zeitzeugen zuzuhören und Fragen zu stellen. Denn es ist wichtig zu verstehen, was passiert ist, damit so etwas nie wieder geschieht.

(Nina Kümmerle und Franziska Weiß, Klasse 9a)


Politische Tage in Bad Urach

Das Phänomen Globalisierung, ein heftig und kontrovers diskutiertes Thema, ist für jeden heute irgendwie von Bedeutung, nicht nur beim Einkaufen von Bananen aus Ecuador, Reisen in ferne Länder und Surfen im Internet, sondern auch, wenn es um unsere Verantwortung für diese eine Welt geht. Der vierstündige Gemeinschaftskundekurs der Jahrgangsstufe 1 unserer Schule beschäftigte sich vom 29.04. bis 30.04.2015 im Rahmen politischer Tage, ausgerichtet vom Team Global der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, intensiv mit diesem Thema. Bei tollem Wetter und in entspannter Atmosphäre im Haus auf der Alb in Bad Urach widmeten sich die Schülerinnen und Schüler den Fragen, wer die Hauptakteure der Globalisierung, wer die Gewinner und Verlierer sind und wie dieses Phänomen auch ihr Leben beeinflusst. Anhand von Rollenspielen, einem Szenarioworkshop und Informationen durch die Teamer wurde das große Thema des Seminars „Eine (Um)-Welt – eine Wirtschaft – ein Problem?!“ auf anschauliche Weise erarbeitet und eingehend diskutiert. Neues Wissen und viele neue Denkanregungen nahmen die Schülerinnen und Schüler aus diesen zwei Tagen mit nach Hause, die ihnen hoffentlich nicht nur bei der Abiturvorbereitung nützlich sind.

Ein großes Dankeschön geht an die drei Referenten des Teams Global der Außenstelle Heidelberg der Landeszentrale für politische Bildung für die interessante und abwechslungsreiche Gestaltung des Seminars.

Marie-Christin Haberland


Reptilien-Besuch im Gymnasium Neckartenzlingen

Die Klasse 6c des Neckartenzlinger Gymnasiums hatte kürzlich Besuch vom Reptilienexperten Sebastian Dürr aus Vaihingen. Der erfahrene Reptilienhalter brachte einen Leguan, ein Chamäleon und 6 Pythons mit in den Biologieunterricht von Herrn Quasthoff. Herr Dürr erzählte den Schülern und Schülerinnen, auf was er bei der Haltung der Tiere achten muss und wie perfekt die Tiere an ihren eigentlichen Lebensraum angepasst sind. Dabei konnten die Tiere aus allernächster Nähe beobachtet werden. Manche durften sogar berührt werden. Beeindruckend war die Kenntnis, die Herr Dürr über seine einzelnen Tiere hat, deren Gefühlslage er am Aussehen und am Verhalten ablesen kann.

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