Am 19. Mai haben sich die Fachschaften Kunst und Musik zusammengetan, um gmeinsam Eltern, Schülern und Lehrern zu zeigen, was im Unterricht so alles gemacht wird. Viele tolle Musikbeiträge wurden den Zuhörern geboten und in der Pause und nach dem Konzert konnte man sich die Ausstellungsstücke aus dem Kunstunterricht anschauen. Die Pausenverpflegung übernahm der Mensatreff.
Alle Einnahmen gingen an unsere Patenschule in Mendefera/Eritrea. Dort muss die seit 100 Jahren nicht reparierte und sehr baufällige Schule Schritt für Schritt neu gebaut werden. Pläne sind vorhanden, die Genehmigung auch - aber es fehlt noch das Geld. Unser Beitrag von insgesamt 1.300 Euro soll den Neubau vorantreiben.
Noch einmal herzlichen Dank allen Beteiligten!
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Die frisch gebackenen Schulabgänger haben sich dazu entschlossen einen großen Teil ihres durch Aktionen erwirtschafteten Überschusses an hilfsbedürftige Menschen zu spenden. Anstatt das komplette restliche Geld auf dem Stufenkonto - wie sonst üblich - an sich auszuzahlen, spenden die Abiturienten 1500 Euro an verschiedene Hilfsorganisationen. Eine Summe, die sich sehen lassen kann!
Insgesamt haben sich die angehenden Studenten fünf verschiedene Projekte ausgesucht. Da mittlerweile alle über ganz Deutschland verteilt sind, konnten sie mittels einer Online-Abstimmung für ihr Wunschprojekt stimmen. Die 1500 Euro wurden anhand des Abstimmungsergebnisses prozentual auf folgende Projekte verteilt:
An Amnesty International, eine der größten und bekanntesten deutschen Hilfsorganisationen gehen demnach 100 Euro. Der Verein Anna e.V. aus Aichtal- Aich, der Familien von krebskranken Kindern mit Freizeitangeboten unterstützt gehen 250 Euro. 300 Euro gehen an die Partnerschule des Gymnasiums Neckartenzlingen in Form von Schulstipendien. 400 Euro geben die Abiturienten an die pensionierte Helene Dingler. Sie verwendet die Spende für Schulstipendien und für Hilfspakte, die sie wöchentlich an die Missionsstation Kitgum eines ehemaligen deutschen Pfarrers nach Uganda verschickt. Weitere 450 Euro bekommen die „Ärzte ohne Grenzen“, welche medizinische Nothilfe in Kriegsgebieten oder nach Naturkatastrophen leisten.
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Die neuesten Nachrichten über unsere Patenschule St. George Sec. School in Mendefera sind nicht besonders ermutigend. Sie bestärken uns aber in unserem Vorhaben, weiterhin im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen.
Die Gebäude für die gut 3.000 SchülerInnen sind baufällig. Eigentlich dürfte dort gar kein Unterricht mehr gehalten werden, denn Schäden gibt es überall in den Dächern und im Mauerwerk . Eine neue Schule ist geplant und auch genehmigt, aber weder die Stadt, noch der Distrikt, noch der Staat können dazu das benötigte Geld bereitstellen.
Bei der wechselvollen Geschichte der St. George Sec. School ist es fast ein Wunder, dass sie überhaupt noch genutzt werden kann.
Die italienischen Kolonialherren bauten sie 1912 ursprünglich als Grundschule für die eingeborene Bevölkerung, der sie aber nur insgesamt vier (!) Grundschuljahre zugestand. Nach nur wenigen Jahren wurde sie aber schon in ein Krankenhaus umgewandelt. Den Engländern diente sie im Zweiten Weltkrieg und kurz danach als Gefängnis .
Nur während der zehnjährigen Föderation mit Äthiopien wurde sie wieder ihrem ursprünglichen Zweck zugeführt: eritreische Kinder lernten dort neben den herkömmlichen Fächern auch handwerkliche Berufe.
Der endgültige Niedergang der Schule erfolgte in dem 30jährigen Befreiungskampf der Eritreer gegen Äthiopien (1961 – 1991). Für lange Zeit konnte damals überhaupt kein Unterricht stattfinden, ein Umstand, der dazu führte, dass nach der Unabhängigkeit Eritreas 1993 viele ältere Jugendliche in den Klassen saßen, um einen Teil ihrer Bildung nachzuholen. Äthiopische Soldaten nutzten die Gebäude und das umliegende Gelände als Militärlager, zerstörten gegen Ende des Krieges Gebäude und Einrichtungen und nahmen das mit, was sie abtransportieren konnten. Die Schule war sozusagen „ausgebeint“, begann aber sofort nach der Unabhängigkeit wieder mit dem Unterricht. Aus dieser Zeit datiert der Beginn unserer Patenschaft.
Bis heute gab es keine größeren Reparaturen, sie waren auch finanziell gar nicht möglich. An Neuanschaffungen oder die Ausstattung z.B. der naturwissenschaftlichen Räume war gar nicht zu denken. Noch immer sind die Wände der Klassenzimmer nicht gestrichen, die Löcher im Dach nur notdürftig geflickt. Aber die Schule, die größte und bedeutendste des Landes , soll es weiter geben. Sie soll weiter möglichst vielen Jugendlichen Bildung vermitteln.
Beim Neubau können wir nicht helfen. Aber mit der jährlichen Vergabe von Stipendien an ca. 200 SchüerInnen tragen wir dazu bei, dass ein Schulbesuch bis zum Abitur überhaupt möglich ist. Was in Eritrea durchaus keine Selbstverständlichkeit ist.
Unsere Stipendien - Aktion ist Ende November wieder angelaufen. Es wäre sinnvoll, wenn wir weiterhin wie in dem begonnenen Umfang helfen könnten. Deshalb rechnen wir wie jedes Jahr mit Ihrer Hilfe.

In Anwesenheit der Bundestagsabgeordneten Dr. Uschi Eid (dritte von links, zwischen Schulleiter Helmut Kopecki und Schülersprecher Felix Ebner) überreichte die SMV des Gymnasiums Neckartenzlingen 1000 € des Publikumspreises "Ehrenamt Baden-Württemberg" für die Patenschule in Mendefera (Eritrea). Frau Dr. Eid hatte 1993 den Kontakt zu der inzwischen größten Schule Eritreas hergestellt. Die Geldübergabe ist der Auftakt zu der alljährlich in der Vorweihnachtszeit anlaufenden Spendenaktion zugunsten von Stipendien für eritreische Schüler. Zum ersten Mal fand die Aktion 2001 statt und seither jedes Jahr.
Nach der Begrüßung durch Schulleiter Kopecki erzählte Frau Dr Eid von ihrer Arbeit im Bundestag und in Afrika vor den Schülern der Klassenstufe 12.


Seit 1993 besteht die Verbindung zur Patenschule St. George Secondary School in Mendefera (Adi Ugri) in Eritrea. Die Kontakte kamen durch Dr. Uschi Eid, Abgeordnete der Grünen, zustande, die damals für die Bundesregierung als Koordinatorin für die Wiedereingliederung rückkehrwilliger Eritreer in Asmara arbeitete und die dortigen Verhältnisse gut kannte.
Von 1984 bis 1993 bestanden enge Kontakte zu einer Patenschule in Zimbabwe.
Oberstes Ziel aller Aktionen für unsere neue Patenschule war es immer, die Anschaffung von Dingen zu ermöglichen, für die dort kein Geld übrig war und von Dingen, die es weder im Land noch in einem der Nachbarländer gab und bis heute nicht gibt. So wurden z.B. für das erste Geld Fenster und Türen für die durch den Krieg weitgehend zerstörten Schule bei einem einheimischen Schreiner in Auftrag gegeben.
Geldspenden wurden immer persönlich von Dr. Uschi Eid , im Augenblick Staatssekretärin im Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, dem Schulleiter unserer Patenschule übergeben, während wir Materialien, die wir hier kaufen mussten, weil es sie dort nicht gibt, mit der Unterstützung des Gouverneurs der Provinz Sebub und vor allem dem WUS (World University Service) Deutschland transportieren konnten.
Wichtigste Geldquelle für unsere Hilfsaktionen ist die regelmäßig bei einem Schulfest stattfindende Tombola. Durch Geld- und Sachspenden der Neckartenzlinger Geschäfte, Banken und Firmen war die Tombola jedes Mal ein großer Anziehungspunkt und erbrachte jeweils einen Gewinn von ungefähr 2.000 DM. Hinzu kommen kleinere und größere Beträge aus Klassenkassen, von Ausflügen, Schullandheimen oder Studienfahrten, von Gottesdiensten oder Musikveranstaltungen, eine 5.000-DM-Spende aus ‚Schule als Staat‘ am Ende des Schuljahres 1998 und 1.500 DM von Dr. Uschi Eid für 20 Stipendien im Schuljahr 1999/2000.
Unsere vorläufig letzte große Hilfsaktion ist die Vermittlung von Stipendien an gute und bedürftige SchülerInnen, wobei Eltern, Kollegen und einzelne Klassen ein Jahr lang einem SchülerIn ein Stipendium von 75 DM bezahlen. Im laufenden Schuljahr 2001/2002 erhalten zum zweiten Mal 175 SchülerInnen ein solches Stipendium.
Die Eine-Welt-AG/Eritrea unter der Leitung von Gudula Afanasjew und Gerhard Hirneth hält die Verbindung zur Patenschule aufrecht, vermittelt Briefkontakte, informiert sich und andere über die Schule und die Lage in Eritrea und initiiert neue Aktionen.
Die Stipendien-Aktion gibt es seit dem Schuljahr 1999/2000 und ist im laufenden Schuljahr erneuert worden.
Bis 1997 vergab des Wirtschaftsministerium von Baden-Württemberg jährlich insgesamt 600 Stipendien für die Provinz Debub, in der Mendefera liegt. Aus wirtschaftlichen Gründen stellte das Ministerium ab 1998 diese Vergabe ein.
Auf Initiative von Gudula Afanasjew sollte wenigstens ein Teil dieser wegfallenden Stipendien durch Privatpersonen übernommen werden.
Hintergrund dieser Idee ist die Tatsache, dass für manche SchülerInnen der Schulbesuch ohne finanzielle Hilfe nicht möglich ist und dass vor allem Mädchen davon betroffen sind. Untersuchungen haben gezeigt, dass Mädchen mit Schulbildung später heiraten, damit auch später und weniger Kinder bekommen, diese Kinder besser ernähren, sich intensiver um sie kümmern und sie zur Schule schicken und insgesamt Neuerungen gegenüber aufgeschlossener sind. Um zu verhindern, dass Mädchen nur eine unvollständige Schulbildung bekommen, früh verheiratet werden und der Teufelskreis immer wieder von neuem beginnt, haben wir entschieden, dass 2/3 der Stipendiaten Mädchen sein sollen.

Da wir mit dieser Aktion absolutes Neuland betraten, dauerten die Vorbesprechungen und Vorbereitungen entsprechend lange, so dass wir erst zu Weihnachten 1999 mit der Aktion beginnen konnten. Wir fanden das Echo überwältigend: 173 Eltern und Kollegen erklärten sich spontan zur Übernahme eines Stipendiums bereit. Besonders erfreulich war die Tatsache, dass einzelne Klassen eine Patenschaft übernommen haben. Für das laufende Schuljahr 2001/2002 konnten wir wieder 175 Stipendien bereit stellen. Wir hoffen, dass diese Hilfe zur Selbsthilfe eine Art Institution in unserer Schule wird. Auf die Vergabe der Stipendien haben wir keinen Einfluss. Wir bekommen aber vorab eine Liste mit den Namen, der wir zustimmen müssen. Nach Vergabe der Stipendien bekommen wir die gleiche Liste mit den Unterschriften der Stipendiaten.

Die Stipendien werden an gute und gleichzeitig sozial schwache SchülerInnen vergeben. Darüber entscheidet eine Kommission, der Vertreter der Provinzregierung und des Erziehungsministeriums, eine Frauenbeauftragte und ein Vertreter von WUS Asmara (Dr. Woldegaber) angehören. Grundlage sind u.a. die Zeugnisnoten.
In einer offiziellen Feier, bei der auch die Eltern anwesend sind, werden die Stipendien übergeben.