Gymnasium Neckartenzlingen

Gymnasium Neckartenzlingen

Schüleraustausch mit Gran Canaria 2015

Eine Schülerin berichtet:

DE3480- so war unsere Flugnummer, mit der wir am 20.Mai gespannt, erwartungsvoll und aufgeregt den langersehnten drei Wochen Gran Canaria entgegenflogen. Sieben Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Neckartenzlingen, darunter auch ich, wagten den ersten Spanischaustausch am Gymi Neckartenzlingen, der dank Frau Lechermanns großem Engagement zustande gekommen war. Organisiert wurde er von unseren Eltern, nicht von der Schule. Denn er galt als individueller Austausch, weshalb auch kein Lehrer zur Aufsicht freigestellt wurde. Ohne Begleitung flogen wir also vom Flughafen Stuttgart zu Aeropuerto de Las Palmas. Alles verlief reibungslos und dort angekommen wurden wir mit Umarmungen und Küsschen-rechts-Küsschen-links typisch spanisch herzlich begrüßt. Schnell hatte jeder seine Familie gefunden und dann trennten sich unsere Wege auch schon. Mit meiner Familie fuhr ich nach Hause. Mein erster Eindruck, der sich in den nächsten Wochen bestätigte, war sehr positiv. Bei einem ersten gemeinsamen Abendessen lernten wir uns etwas kennen und meine schwäbischen Gastgeschenke kamen gut an. Am nächsten Tag ging es auch schon in die Schule. Dort stellte sich schnell heraus, dass unser Hörverstehen nach acht Monaten Spanisch noch nicht ganz ausgereift war. Doch wir gaben nicht auf und kämpften uns durch die dadurch bedingten oftmals etwas langweiligen Schultage. Wir wurden belohnt, denn gegen Ende merkte man eine deutliche Verbesserung und die Anzahl der "Comos?" und "Ques?" nach jedem Satz ließ nach.Die Schule war in einigen Punkten anders als unsere. Es gab für jede Klasse ein eigenes Zimmer, das nur für Fächer wie Sport, Chemie oder Technik verlassen wurde. Die Schule begann erst um 9:15 und dauerte an allen Tagen außer Mittwoch und Freitag bis halb fünf. Die Lehrer wurden dort mit ihrem Vornamen angesprochen und geduzt. Unsere Mensakosten sowie das Busgeld wurden von der dortigen Schule übernommen. Da die Schüler in der Zeit in der wir dort waren viele große Prüfungen hatten und sehr viel lernen mussten, unternahmen wir unter der Woche nicht so viel, dafür ging es jedes Wochenende an den Strand. Am Stadtrand gab es einen Strand, an dem es oft sehr windig und kühl war. Deshalb fuhren viele der Familien immer in den Süden der Insel, da es dort wärmer war.Die Landschaft unterscheidet sich ebenfalls stark. Außer Palmen gibt es keine Bäume oder Wälder, nur in den Bergen wachsen noch andere Bäume. Wenn man über die Autobahn fährt, sind an den Seiten der Fahrbahn nur niedrige Büsche und sehr viel trockene, erdige Hügel. In der Stadt und den Wohnvierteln ist es allerdings grüner und blumig bepflanzt.In den Genuss von spanischem Essen kamen wir ebenfalls. In der Schule gab es zweimal Paella und eine spanische Tortilla konnte ich bei der Oma meiner Austauschschülerin probieren. Was natürlich auf keinen Fall fehlen durfte, waren Churros con chocolate. Ich mochte das spanische Essen, bis auf einige Dinge, die etwas gewöhnungsbedürftig waren, wie zum Beispiel "Frutas con leche" ( Früchte mit Milch), was dort in fast jeder Pause getrunken wird, wie bei uns Eistee vom Bäcker. Die Zeiten, in denen man isst, unterscheiden sich von unseren Gewohnheiten sehr, denn dort neigt man eher dazu das Abendessen auf ca. 22 Uhr zu legen.Nach drei ereignisreichen und aufregenden Wochen ging es wieder nach Hause. Mit einem Koffer voller Erinnerungen, Souvenirs, neuen Vokabeln und schmutziger Wäsche kamen wir dort an, wo wir unsere Reise vor drei Wochen begonnen hatten- am Stuttgarter Flughafen. Uns allen hat der Austausch gut gefallen, auch wenn einem die eine oder andere Sache manchmal spanisch vorkam.

Lorena Grandy, Klasse 8

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